Leider ist von dem Lehrer Hermann Gabler nur wenig bekannt. Er wurde am 30. 5. 1908 in Babenhausen geboren und erlebte seine Kindheit in Immenstadt. Nach Studium und einem ersten Lehrereinsatz in Gunzensried wurde er 1939 nach Oberstdorf an die damalige Volksschule versetzt. Er blieb damals nur kurz an der Schule, da er schon bald zum Kriegsdienst eingezogen wurde.
Nach dem Krieg kam er nach Oberstdorf zurück und unterrichtete noch einige Zeit an katholischen Knabenschule, bevor er sich voll seiner künstlerischen Tätigkeit widmete.
Als Künstler wurde er besonders von seiner heimatlichen Bergwelt angezogen. Sein Sohn schrieb in einem Artikel in der Zeitschrift "Unser Oberstdorf": "In vielen Skizzenbüchern erfasste er mit Bleistift und Aquarellfarben den Wandel des Lichtes, die Wolkenformationen und deren Spiegelungen auf Wasserflächen. Seine Landschaftsbilder in Aquarell- und Öltechhik sind gleichsam Portraits erlebter Landschaften, abgerückt vom Getriebe der Welt. Die landschaftliche Schönheit im Wechsel der Jahreszeiten, den Zauber der Unberührtheit und die Skala von Stimmungen vom ersten Sonnenstrahl bis zum warmen Abendlicht hat er zum bildnerischen Naturerlebnis gesteigert."
Alex Rößle |